Hamburg, 09.11.2009: Wer Produktionshallen von Autoherstellern kennt, verbindet sie vor allem mit viel Lärm, geschäftigen Robotern und Hektik am Fließband. Ganz anders bei Artega, hier gleicht die Halle einem Operationssaal. Alles erscheint klinisch sauber, jedes Teil liegt sauber seziert an seinem Platz.
Hintereinander aufgereiht stehen die Artega GT in verschiedenen Fertigungsstufen auf Rollgestellen, die sich in der Höhe variieren lassen. Zuerst nur ein Artega-Stahlgerippe, später versehen mit einem Teil der Kunststoffkarosserie und anderen Komponenten. Und am Ende geht es mit den fertigen Fahrzeugen in den Lichttunnel, um die Makellosigkeit der Lackierung sicherzustellen und danach unter eine kräftige Dusche die Dichtigkeit der Fahrzeuge überprüft wird. Noch geht es sehr ruhig zu in den modernen Werkhallen in Delbrück bei Paderborn, der Ton ist leise und unaufgeregt Hektik gibt es in der Produktionshalle nicht. doch das soll sich bald ändern.
Bis Sommer 2010 ist die Produktion bereits ausverkauft. Firmengründer und Visionär Klaus Dieter Frers denkt deshalb schon über eine zweite Fertigungslinie und weitere Modellvarianten nach. Artega hat den Start in die automobile Welt gut vorbereitet: Karl-Heinz Kalbfell mit Erfahrungen bei BMW, Maserati und Rolls- Royce und der frühere Aston Martin Chefdesigner Henrik Fisker gehören zum Team, weitere Experten in der Montage stammen von Karmann, BMW und anderen bekannten Marken.
Der Artega GT wird auf einem Aluminium- Spaceframe-Rahmen aufgebaut, das Heckmodul besteht aus einem hochfestem Stahlrohrrahmen. Die Karosserie ist aus kohlefaserverstärktem Polyurethan gefertigt, dies reduziert das Gewicht und ist in der Serienfertigung eine absolute Innovation.
Der rund vier Meter lange, 1,88 Meter breite und 1,18 Meter hohe Wagen wiegt 1303 Kilogramm. Im Heck arbeitet bewährte Technik, ein 3,6-Liter V6-Direkteinspritzer mit 300 PS und Sechsgang-Direktschaltgetriebe aus dem VW Passat R36. Der Tank fasst 68 Liter und verspricht große Reichweiten bei einem Durchschnittsverbauch von nur 9,5 Liter Super Plus auf 100 km. .
Von Null auf 100 Stundenkilometer soll der Artega in 4,4 Sekunden beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 273 km/h. Der Grundpreis des Artega GT beträgt 79.950 Euro, geradezu ein Schnäppchen. Der Volksmund würde Klaus Dieter Frers als Autonarren bezeichnen. In jungen Jahren fand er den Opel Manta A toll. Später widmete er sich den Sportwagen aus Zuffenhausen und Weissach. Aktuell jagt er bei Rennen mit einem Porsche 997 über die Pisten. Die Fahrzeuge für den Renneinsatz richtet sich der Perfektionist natürlich selbst her.
Der Artega GT ist ein gekonnter Wurf in einem eigentlich gesättigten Markt, in dem viele Volumenhersteller mit Überkapazitäten kämpfen. Doch Frers weiß um Autofreaks, die nicht nur das nötige Geld in der Tasche haben, sondern noch exklusiver als in einem Porsche oder einem Ferrari unterwegs sein wollen. Für die hat Artega eine Nische besetzt. Man wollte keinen Rennwagen für die Straße bauen, aber ein Auto auf die Räder stellen, das neben sportlichen Fahreigenschaften auch den Komfort eines klassischen Gran Turismo für Langstecken zur Verfügung stellt.
„Auch wir sind von der Krise nicht verschont geblieben. Im Hinblick auf das Interesse von Händlern und Kunden spüren wir jedoch kaum Veränderungen, unser Fahrzeugkonzept kommt offenbar dauerhaft gut an. Allerdings haben einige Zulieferer größere Schwierigkeiten, so dass manche Problemlösungen länger als gedacht gedauert haben. Dadurch mussten wir beispielsweise auch schon einen Betriebsurlaub einführen. Durch die Hinzunahme neuer Investoren werden wir unsere Finanzkraft stärken.“
„Wir haben im Juni 2009 mit der Fertigung von Serienfahrzeugen begonnen. Nach dem Vorliegen der europäischen Serienzulassung wurde die Belieferung von Kunden aufgenommen. Nun steigern wir über den Herbst und Winter allmählich die Produktionsstückzahlen. Zum 31.3.2010 starten wir dann die Serienlieferungen in größerem Stil - rechtzeitig zum Frühjahr.“
Exklusiv soll der Artega auf jeden Fall bleiben. Nur 50 Fahrzeuge werden noch 2009 ausgeliefert, im kommenden Jahr sollen es 300 sein. Spätestens dann ist es mit der Ruhe vorbei. Wir freuen uns schon auf den ersten ausführlichen Fahrbericht eines Artega GT.
Zu Besuch bei Artega Wer Produktionshallen von Autoherstellern kennt, verbindet sie vor allem mit viel Lärm, geschäftigen Robotern und Hektik am Fließband. Ganz anders bei Artega, hier gleicht die Halle einem Operationssaal. Alles erscheint klinisch sauber, jedes Teil liegt sauber seziert an seinem Platz.
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