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Ford Capri wird 40



Hamburg, 07.04.2009: Vor 40 Jahren feierte Ford die Premiere des Capri. Von 1969 bis 1986 wurden über 1,9 Millionen Exemplare der drei Modellgenerationen gebaut. Der sportlich gezeichnete Viersitzer richtete sich an jugendliche Käufer und verknüpfte attraktives Design mit solider Technik aus der Großserie. Die Einstiegsmotoren waren allerdings zunächst alles andere als sportlich. Der Capri 1300 wartete mit 50 PS auf, zehn PS mehr bot der 1500er. Im Capri 2000 stand ein prestigeträchtiger V6 zur Verfügung, dessen Leistung mit 85 PS aus heutiger Sicht aber ebenfalls recht bescheiden ausfiel. Topmodell war der 108 PS starke Capri 2300 GT/R, dessen Leistung bereits im September 1969 auf 125 PS angehoben wurde.

Auf dem Genfer Automobilsalon stellte Ford dann im März 1970 den Capri 2600 RS als Basis für Rennfahrzeuge vor. Ihm folgte Ende des Jahres eine Straßenversion mit 150 PS. Zu diesem Zeitpunkt war die Motorenpalette bereits ein wenig gestrafft worden. Ein Jahr später wurde die Leistung der 1,3- und 1,6-Liter-Versionen leicht angehoben.

Der erste Modellwechsel erfolgte im Februar 1974. Der Ford Capri II wartete mit zeitgemäßer Heckklappe und umklappbarer Rücksitzlehne auf. Die hintere Spur wuchs um 5,7 Zentimeter und das Fahrwerk wurde neu abgestimmt. Mit dem 138 PS starken 3,0-Liter-V6, der die 2,6-Liter-Version ablöste, bot Ford einen Capri, der für damals 17.000 Mark bis zu 200 km/h schnell war.

Im März 1978 wurde der Modellwechsel zum Capri III vollzogen, der vor allem an den Halogendoppelscheinwerfern und dem integriertem Frontspoiler zu erkennen ist. Mit ihm kam auch das aus für den 1,3-Liter-Einstiegsmotor, der zuletzt 54 PS mobilisierte.

Ab Februar 1983 wurden alle Capri serienmäßig mit 5-Gang-Getriebe ausgerüstet. Spitzenmodell war zu diesem Zeitpunkt der 2,8 Injection mit 160 PS. Knapp anderthalb Jahre später wurde dann die Produktion der Linkslenkerversionen in Köln eingestellt. Der Rechtslenker für Großbritannien hielt sich noch bis Dezember 1986.

Mit 1,9 Millionen Exemplaren war der Capri nicht nur bei Privatkäufern erfolgreich, sondern machte von 1971 bis 1981 auch auf der Rennstrecke im Tourenwagen-Sport Karriere. Fahrer wie Dieter Glemser, Hans-Joachim Stuck und Jochen Maas fuhren diverse Siege und einige Meisterschaftstitel ein. Klaus Ludwig war 1980 im zuletzt 560 PS starken Turbo-Capri erfolgreichster Teilnehmer der Deutschen Rennsport-Meisterschaft in der Klasse über zwei Liter, verpasste wegen Regelstreitigkeiten den Titel. In der kleineren Division unter zwei Liter Hubraum gelang dann aber ein Jahr später mit 10 von 13 Siegen der Titelgewinn, während Manfred Winkelhock in der höheren Klasse sechs Siege holte. (ar/jri)

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