"Anton"
Max
EVOCARS-Shooting: Gallardo Superleggera



Hamburg, 11.01.2008: Es ist 10 Uhr. Ich stehe an der Großen Elbstraße in Hamburg und lausche nach brachialem Motorensound. Einem, der anders ist, als das städtische EInlerlei. Langsam nähert es sich. Tief, brutal und zu allem bereits nähert sich die Soundkulisse des V10. Um die Ecke biegt der Gallardo Superleggera, ich fange an zu grinsen, und auf geht’s zum Fotoshooting.

Was für ein geiles Teil denke ich, als der Gallardo knisternd vor mir steht und aus den Lüftungsschlitzen des 530 PS starken Heckmotors die Hitze flimmert. Lackiert in extrovertiertes Gelb, bestückt mit dunklen OZ-Felgen, ein dezenter schwarzer Streifen und ein kleiner Flügel aus Carbon – perfekt, mehr braucht man nicht. Noch sportlicher geht’s im Innenraum zu: Türverkleidungen aus Carbon, überall Alcantara, schicke Sportsitze und ein Fünf-Punkt-Gurt. Ich nehme auf dem Beifahrer-Sitz platz, schnalle mich an und ziehe die Gurte fest. Ich bin bereit.

Dann geht es notgedrungen einen guten Kilometer über Pflastersteine. Der Superleggera will nicht, er bockt. Im Innenraum klappert und scheppert wirklich alles. Ich ertappe mich bei der Frage, ob ich hier jetzt wirklich in einem 200.000 Euro teuren Lamborghini oder in einem 500 Euro teuren Fiat Uno sitze. Noch während ich mir diese Frage stellte änderte sich der Straßenbelag und der Gallardo schießt los, als hätte er ein Rotes Tuch gesehen. 50,80,100 und rauf auf die Bremse. Sofort packen die Keramik-Scheiben biestig zu und drosseln den tobenden, laut schreienden Stier wieder auf 60. Verdammt, wo ist die Autobahn wenn man sie braucht?
Auf der Suche nach einer geeigneten Foto-Location, fällt mir auf, dass am Superleggera niemand vorbeikommt. Kaum einer dreht den Kopf nicht nach dem kantigen Ungetüm. Ob’s am brutalen Sound liegt, den der Supersportwagen in die Welt schreit, oder der Kanarienvogel-Gelb-Lackierung, mag ich allerdings nicht zu beurteilen. Fakt ist: das Grinsen bekomme ich so schnell nicht wieder aus dem Gesicht. Spätestens nach der Sound-Orgie im Hamburger Elbtunnel muss man dieses Teil lieben. Mit unzähligen kurzen Sprints und dem unglaublichen Gänsehaut-Feeling des automatischen Zwischengas beim Runter schalten queren wir die dunkle Röhre. Mein Grinsen wird breiter und breiter, die offenen Münder der anderen Autofahrer größer und größer. Ja, genau so muss dass sein. Trotzdem ein großes „Sorry“ an alle, die gleichzeitig mit uns im Tunnel unterwegs waren, war für eure Ohren vielleicht doch etwas zu laut :-)

Text & Fotos: Tim

 

Zur Galerie (25 Bilder)

a
€ 144.900,-
 
€ 198.900,-
 
€ 215.926,-
 
€ 147.900,-
 
€ 139.900,-
 
€ 109.900,-
 
€ 198.500,-
 
€ 227.900,-
 
€ 199.900,-
 
€ 208.596,-
 

Reportagen
Jahresrückblick: Donnerbolzen 2008