VW Passat R36

Hamburg, 15.11.2006: Endlich versucht sich Volkswagen mit einem richtig sportlichen Ableger des millionenfach verkauften, aber leider denkbar unsportlich daherkommenden Vertreter-Lieblings – des Passats. Als R36 eifert der aufgeheizte Handlungsreisende jetzt mit einem 3,6-Liter-V6 und 300 PS seinem kleinen Verwandten, dem Golf R32 (3,2 Liter, 250 PS), nach. Und wie sich das für den jüngsten Spross gehört, fährt der Neue dem Alten nur so um die Ohren. Mit 5,6 Sekunden bis 100 nimmt der 36er dem heißen Golf im Schafspelz stramme 0,6 Sekunden ab. Beim Topsped wäre der Unterschied wohl noch größer, doch die Wolfsburger verwähren dem „großen R“ die Highspeed-Freiheit und bremsen ihn bei 250 Sachen ein. Wieviel er wirklich auf dem Kasten hat, erfährt nur, wer sich gut mit seinem VW-Händler versteht und die Sperre aufheben lässt.

Um alle Brot-und-Butter-Passat auch optisch in ihre Schranken zu weisen und klar zu machen, wo der Hammer hängt, hat sich der R36 dezent zurecht gemacht. R-spezifische Stoßfänger, ein Wappenkühlergrill in Matt-Chrom-Optik, sowie breitere Schweller und Radhäuser machen den 36er zwar nicht zum Macho, geben aber doch ein klares Statement zur Power unter der Haube. Maßvolle Modifikationen auch im Innenraum: Das Lenkrad hat, wie sich das gehört, eine Lederhaut, die Pedalerie ist aus Edelstahl und die vorderen Sitze erinnern an Sportsitze.

Wer jetzt Lust auf den W8-Nachfolger im Geiste bekommen hat, der muss sich leider noch ein wenig gedulden, denn frühestens erst irgendwann im Laufe des ersten Halbjahres 2007 kann der stärkste Passat aller Zeiten Probegefahren werden. Testen reicht nicht? Na dann ab zur Bank und schon mal anfragen, wie viel die Herren denn so locker machen würden. Meinen Segen habt ihr!

 

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