Hamburg, 26.10.2009: Bob Lutz - 77 Jahre alt und Ex-Chef von General Motors - fordert alle Power-Limousinen dieser Welt heraus. Der ehemalige Kampfpilot ist der Meinung, der von GM-Tochter Cadillac hergestellte CTS-V (74.990 Euro) sei die schnellste Limousine der Welt und kein anderer Hersteller hätte ein vergleichbares Geschoss im Portfolio. Um seine Behauptung zu beweisen, rief Lutz vor einigen Wochen zu einem Kräftemessen am 29. Oktober 2010 auf der privaten Rennstrecke des Monticello Motor Club auf. Die 5,6 Kilometer lange Strecke liegt im US-Bundesstaat New York und bildet Ende Oktober die Kulissen für die finale Entscheidung. Laut General Motors haben sich 120 potenzielle Kontrahenten angemeldet und wollen mit ihren BMW M5, M3, Mercedes C63 AMG, E63 AMG, Audi RS4, Audi RS6, Porsche Panamera Turbo oder Jaguar XF-R um die Krone kämpfen. Zwar legt der Cadillac CTS-V mit seinem 564 PS starken 6,2-Liter-Kompressor-V8 mächtig vor, doch vor allem der Porsche hat mit seinem inoffiziellen Rundenrekord für Limousinen auf der Nordschleife noch einige Asse im Ärmel. An die 4,2 Sekunden Sprintzeit des Cadillac kommt der Zuffenhausener allerdings auch nicht heran, auf einem engen Kurs hat der Ami also klare Vorteile. Vergessen wir aber nicht bei weitem flinkere Konkurrenten wie etwa den Mitsubishi Lancer Evo, der auf schwierigem Geläuf seinen Gewichtsvorteil in Kombination mit dem Allradantrieb ausspielen könnte.
Und noch einen Vorteil kann der Caddy verbuchen: Da die Veranstaltung von Cadillac ausgerufen wurde, können die US-Boys natürlich auch entscheiden, welche der 120 Bewerbungen zugelassen werden. Es ist zu erwarten, dass maximal fünf bis zehn Kontrahenten zum Duell zugelassen werden, ob auch ältere Modell teilnehmen dürfen, ist außerdem fraglich.
EVOCARS bleibt natürlich am Ball und vermeldet umgehend, wenn der Showdown der Power-Limos einen Sieger zu vermelden hat. Es bleibt zu hoffen, dass bei dem US-Event - bei dem eigentlich nur deutsche Kontrahenten eine Chance haben - alles mit rechten Dingen zugeht.
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