Hamburg, 05.11.2009: Ha! Da issa! Der legendäre BMW M3 E46 CSL hat einen Nachfolger bekommen. Zwar hatte BMW bis zuletzt einen neuen CSL geleugnet, mit dem M3 GTS bringen die Bayern aber nun doch einen legitimen Erben des Gewichts- und Leistungsoptimierten Power-Coupés - gelogen haben sie aber tatsächlich nicht, schließlich ist CLS ≠ GTS. Die Zutaten für den neuen Leistungssportler der M-GmbH sind indes die gleichen geblieben. Alles Überflüssige flog raus - Klimaanlage, Radio, Navi und die Rücksitzbank mussten weichen - leichte Schalensitze, Makrolon Heckscheiben, Leichtbauteile im Innenraum und eine leichtere Dämmung fanden den Weg ins Auto. Des weiteren wurden die Schalldämpfer der Abgasanlage durch Derivate aus Titan ersetzt. Das spart zusätzliche Kilos und soll außerdem einen begnadeten Sound zur Folge haben. Weniger der Gewichtseinsparung denn der Sicherheit dienen der eingeschraubte Überrollkäfig, der Feuerlöscher und die Vorbereitung für einen Batteriehauptschalter mit Notaus-Funktion. Das Ergebnis der Radikal-Diät ist eine Gewichtseinsparung von satten 190 Kilogramm. Mit nur noch 1490 Kilogramm bringt der BMW M3 GTS nur 45 Kilogramm mehr als der Rivale Porsche GT3 RS auf die Waage. Wer nun den Leistungsvorteil des Zuffenhauseners ins Feld führen will, der irrt.
Statt des bisherigen Vierliter-V8 mit 420 PS spendierten die BMW-Techniker der M-GmbH ihrem Sprössling eine stark modifizierte Version des bekannten Aggregats mit nun 4,4 Litern Hubraum und beachtlichen 450 PS. Die Power des Aggregats wird über ein angepasstes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterräder abgegeben, eine manuelle Schaltung kann nicht geordert werden. Um die Kraft jederzeit in Vortrieb umsetzten zu können, donnert das Leichtgewicht auf 285er Gummis hinten und 255er-Bereifung vorn über die Rennstrecke - denn für diesen Einsatzzweck dürfte der M3 GTS primär geschaffen sein. Dieser Bestimmung zollt auch die Festsattelbremsanlage mit sechs Kolben vorne und vier Kolben hinten Tribut. Ebenso wie das voll einstellbare Gewindefahrwerk mit neckisch gelben Federn. Ergänzt wird das M3-GTS-Paket durch den einstellbaren Frontssplitter sowie den feststehenden Flügel auf dem Heck.
Und nun der wohl wichtigste Punkt wie immer zum Schluss: Was kostet der Spaß. Für den ab Mai 2010 anzuliefernden BMW M3 GTS werden stramme 115.000 Euro fällig, ob der knapp 30.000 Euro teurere Porsche GT3 RS in die Schranken gewiesen werden kann, gab BMW leider noch nicht bekannt.
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