Mercedes SLS AMG: Erste Tuningvorschläge



Hamburg, 25.11.2009: Stramme 571 PS, mobilisiert aus einem 6,3-Liter-V8, immerhin 317 km/h Topspeed und eine Sprintzeit von 3,8 Sekunden auf Tempo 100 - nein, der neue Mercedes SLS AMG ist wirklich kein Kind von Traurigkeit. Und trotzdem attestieren deutsche Tuner dem knapp 177.000 Euro teuren Flügeltürer deutliches "Veredelungs"-Potenzial. Haben sich die Mercedes-Cracks von Lorinser und Gullwing America bereits vor einigen Wochen an die optische Umgestaltung gemacht und den SLS AMG nach ihren Vorstellungen verfeinert, ziehen nun die Kollegen von Kicherer und MEC Design nach - und wie!

Vor allem Letztgenannter verpasst dem eher dezent daherkommenden SLS ein Bodykit, das sich gewaschen hat. Die völlig neu gestaltete Front sieht aus wie ein Nasenbär auf Speed und Kriegspfad, die Seitenschweller sind trainierter als die Oberschenkel von Arnold zu seinen Conan-Zeiten und ultrabreiten Tiefbettfelgen rücken den MEC-SLS ins Türsteher-Format. Die Rückansicht will dazu nicht so recht passen, wirkt fast ein wenig langweilig angesichts der krawalligen Front- und Seitenansicht. Und auch in Sachen Power-Kur muss MEC leider passen. Die Berliner Firma hat lediglich die Optik des Flügeltürers im Kopf und muss beim Wunsch nach mehr Dampf an Kollegen wie Kicherer verweisen.

Die wollen den 6,3-Liter-V8 nicht nur mittels neuer Software und einer Durchsatzfreudigeren Abgasanlage auf 620 PS bringen, sondern bieten wohl schon bald ein eigenes Bodykit für den schnellen Schwaben-Pfeil an. Dabei hält man sich bei Kicherer sehr zurück, will die ursprüngliche Linienführung beibehalten. Allein eine Lufthutze auf dem Dach und die Frontspoilerlippe geben den modifizierten SLS zu erkennen. Vergleichbar dezent, dennoch schon viel eher als getuntes Exemplar zu erkennen ist der Flügeltürer von Tuning-Kollegen Lorinser, der außerdem eine Leistungssteigerung auf deutlich über 600 ankündigt. In Sachen vorzeigbares Bildmaterial muss sich der Lorinser-Fan allerdings mit ersten Zeichnungen begnügen.

Alles in allem bleibt es abzuwarten, welche Form des Optik-Tuning sich beim neuen Stern durchsetzten wird. Sobald der Ostblock oder die Wüstenstaaten den schnäppchen-billigen Flügeltürer für sich entdecken, können wir uns sicherlich auf eine Schwemme an Brutalo-Umbauten á la ASMA Perfectus, Desire oder Volcano einstellen. Wir sind gespannt.

 

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Mercedes SLS AMG: Erste Tuningvorschläge Zwar ist der SLS AMG mit seinen 571 PS unter der Haube und den Flügeltüren weder untermotorisiert noch unauffällig, Potenzial zum "Verbessern" gibt's aber immer. Dass finden zumindest die Jungs von Kicherer, MEC Design und Lorinser.

 

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