Hamburg, 19.02.2009: Es ist nun schon das dritte Modell, dass die edle Ledermanufaktur Aigner mit dem saarländischen Mercedes-Tuner Carlsson auf die Räder stellt: der CK 55 RS Rascasse.
Der Megaluxus-SUV ist allerdings auch nur 20 Exemplare limitiert und kostet inklusive Mehrwertsteuer 271.915 EUR. Angesichts der beiden anderen Aigner-Carlsson-Modelle ist der Rascasse dennoch ein Schnäppchen: für den CK 65 Eau Rouge muss man 365.000 EUR hinlegen und der CK 65 RS Blanchimont sprengt mit 464.100 EUR alle Dimensionen.
Doch der Reihe nach: was versteckt sich überhaupt hinter der Bezeichnung CK 55 RS Rascasse? Wer hier auf eine kleine C-Klasse tippt liegt weit daneben, aber auch wer ein AMG-Modell der 55er Serie vermutet liegt falsch. Die Basis des Rascasse bildet ein Mercedes-Benz GL 500 4matic.
Der XXL-SUV leistet im Serientrimm 388PS und schüttelt 530Nm aus den 5,5 Litern Hubraum seines V8-Motors. Zumindest die „55“ der Typbezeichnung wäre damit geklärt. Im „55 RS“-Trimm legt der V8 jedoch deutlich an Leistung zu: 456PS und 640Nm gibt Carlsson für die Maschine an, ohne dabei auf Hubraumvergrößerung, Kompressoraufladung oder ähnliches zurückzugreifen.
Derart gerüstet stürmt der edel zweifarbig-lackierte Rascasse in 5,9 Sekunden auf 100km/h. Angesichts des riesigen Leergewichts von über 2,5 Tonnen und einer nicht gerade windschnittigen Karosserie ein durchaus beachtlicher Wert. Doch eigentlich sollten die Rascasse-Fahrer nicht so schnell fahren, denn bei solchen Tempi können die Überholten gar nicht die beleuchteten Aigner-Logos auf den ausgestellten Breitbau-Kotflügeln erkennen – und das wäre ja schade, schließlich muss man ja zeigen was man hat.
Klotzen statt Kleckern lautet auch das Motto bei der Bereifung: 11x23 Zoll messen die Alufelgen und sie sind mit 305mm breiten Reifen besohlt. Rundum. Für den Preis dieses Radsatzes kaufen andere Menschen dank Abwrackprämie sicher einen neuen Golf VI. Wie dem auch sei, außen gibt es zudem noch die übliche LED-Tagfahrlichtverzierung und eine neue gestaltete Frontpartie für noch martialischeres Auftreten – denn mangelndes Überholprestige konnte man dem GL noch nie ankreiden.
Im Innenraum zieht die Nobelmarken-Allianz dann aber wirklich alle Register. Dunkelrotes Kuschel-Leder wohin das Auge blickt. Edel abgesteppt und mit Carbon- und Alcantara-Einsätzen aufgelockert zeigt Aigner hier sein ganzes Know-How.
Carlsson möchte da nicht zu kurz kommen und demonstriert die eigene Leistungsfähigkeit im Fond des Mega-GL. Der saarländische Tuner schmeißt die Rückbank raus und installiert stattdessen eine – selbstredend vollelektrisch verstellbare – Einzelsitzanlage und statt eines mittleren Sitzplatzes eine Bar. Mit Kühlschrank und mundgeblasenen Kristallgläsern kann der Rascasse-fahrende Geldadel also genüsslich champagner-schlürfend auf das Verkehrsfußvolk herabblicken - da sage noch einmal SUV’s hätten keinen Sinn.
Außerdem sorgt ein Entertainment-System im Fond auf Wunsch für Kurzweil. Carlsson verspricht dank Surroundsound-Anlage und zwei acht Zoll Monitoren einen Kino-ähnlichen Genuss an Bord.
Wie die beiden bisher aus der Kooperation hervorgegangenen Modelle CK65 Eau Rouge und CK65 RS Blanchimont ist auch der Rascasse nach einer berühmten Rennkurve benannt. Trugen die beiden Vorgängermodelle noch die Namen von Kurven des Rennkurses von Spa-Francorchamps in der Modellbezeichnung, stand beim neuen Modell die Rascasse-Kurve des Formel 1-Kurses von Monaco Pate.
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Edel geht es in den Aigner-Innenräumen zu: Das hier ist der CK 65 "Eau Rouge". Der große "Rascasse" orientiert sich in der Farbgebung und der Materialauswahl am großen Bruder.
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