Ford Fiesta RS Skizzen



Hamburg, den 14.10.2009: Nachdem uns Ford mit dem neuen Focus RS gezeigt hat, welches Potenzial in frontgetriebenen Kompaktwagen schlummert und uns schlicht vom Hocker gerissen hat, fehlt eigentlich nur noch eins zum grenzenlosen Glück. Richtig, eine RS-Variante des kleineren Bruders Fiesta. Wozu dieser kleine Brandstifter in extremster Motorsport-Ausbaustufe in der Lage ist, haben wir beim diesährigen Pikes Peak Hill Climb eindruckvoll gezeigt bekommen. Ein bisschen was von diesem über 800 PS starken Kampfzwerg wünschen wir uns auch für die Straße. Ein begnadeter Designer und Autonarr hat sich daran gemacht, dem dreitürigen Fiesta virtuell ein RS-Bodykit auf den Leib zu schneidern und so zum echten Pistenschreck zu machen. So könnte, ja so müsste ein Fiesta RS aussehen. Weit ausgestellte Radhäuser, eine gierige Front mit gewaltigen Luftöffnungen und ein Heckflügel zum Niederknien - wenn man wie wir auf gut gemachte Krawalloptik steht. Die Linienführung des dreitürigen Fiesta bietet sich für potente Ableger geradezu an und dürfte die sportliche Note, die sich Ford seit einigen Jahren erfolgreich verschrieben hat, weiter unterstreichen.

Allein bei der Motorenfrage wird die Sache heikel. Es ist nicht anzunehmen, dass der 2,5-Liter-Fünfzylinder aus dem großen Bruder im engen Motorraum des Fiesta Platz findet, eine Alternative ist allerdings nicht in Sicht. Zwar wurde die ST-Variante des Vorgängermodells von einem 150 PS starken Zweiliter-Aggregat angetrieben, aufgrund fehlender Aufladung dürfte hier aber bei maximal 160-170 PS Schluss sein. Angesichts der 192 PS die der Konkurrent Opel Corsa OPC auf die Bahn bringt, ein eher bescheidener Wert. Alternativ könnte eine modifizierte Variante des überarbeitetetn 1,6-Liter-Benziners mit bisher 120 PS zum Einsatz kommen. 200 PS müsste der Motor - vielleicht dank Turboaufladung - allerdings aus den Brennräumen pressen, um sowohl erwähnten Opel als auch den Renault Clio RS (201 PS) und den kommenden VW Polo GTI in Schach zu halten. Doch schon beim Focus RS hat Ford ja einige PS mehr in die Waagschale geworfen als die Mitkonkurrenten aus VW Golf R, Audi S3 oder Mazda3 MPS und so mal eben den stärksten Fronttriebler der Welt ins Portfolio gebracht. Sollte eine RS-Variante des Fiesta dereinst auf die Straße kommen, sollte also nicht nur die 200-PS-Hürde fallen, dank der aus dem Focus stammenden "Wunder-Vorderachse" dürfte diese Power auch gut in Vortrieb umgesetzt werden können.

Wir sind gespannt, was sich Ford zu diesem Thema einfallen lässt. Bis es soweit ist, lohnt es, die zukünftige Konkurrenz aus dem Toyota-Subaru-Lager im Auge zu behalten. Immerhin soll schon bald ein 200 PS starker Hecktriebler für kleines Geld den deutschen Größen das Leben schwer machen.

 

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