Bugatti Veyron: Crash-Video



Hamburg, 15.11.09: Tiere sind einer der größten Feinde des Autofahrers. Angefangen bei unterschiedlichstem Getier, dass fiesen Dreck auf Windschutzscheiben hinterlässt, bis hin zu Beulen an Front und Kotflügel, die von unachtsam querendem Wild verursacht werden. Doch auch die gefiederte Gattung ist mit Vorsicht zu genießen. Diese Erfahrung musste unlängst ein Mann aus Texas machen, der sich nach eigenen Angaben von einem Pelikan derart bedrängt fühlte, dass er seien Bugatti Veyron kurzerhand in einer Lagune versenkte. Wir haben zwar ein Video gefunden, dass den Unfall dokumentiert, allerdings keinen Pelikan gesehen.

Der Texaner steuerte den Bugatti parallel zu einer Salzwasser-Lagune, als er den Wagen plötzlich über den Seitenstreifen ins Wasser pilotierte. Schuld soll besagter Kamikaze-Pelikan gewesen sein, der derart niedrig flog, dass der Mann ausweichen musste. Zugegeben, Vogelschlag ist in der Luftfahrt ein ernstzunehmendes Problem, und mit 1001 PS ist der Bugatti (16 Zylinder, vier Turbolader, 2,5 Sekunden auf Tempo 100 und 407 km/h Spitze) deutlich stärker motorisiert als so manches Kleinflugzeug. Dennoch bekommt man spätestens beim Anblick des Videos den Eindruck, der Mann könnte den fliegenden Bugatti-Hasser vielleicht doch nur erfunden haben.

Doch Vogel hin oder her, die Folgen des Ausritts dürften für den texanischen Wassersportler nur halb so tragisch wie für Otto-Normal-Bugatti-Besitzer sein. Denn der Bruchpilot aus dem Video ist Inhaber von Performance Auto Sales aus Lufkin in Texas. Die Firma hat sich auf die Aufbereitung defekter und zerknautschter Sportwagen spezialisiert. Da sollte auch ein Veyron mit Wasserschaden kein unlösbares Problem darstellen. Zudem hat sich mit dem Crash auch die pünktliche Überweisung der jährlichen Versicherungsprämie gelohnt – die liegt für einen Bugatti Veyron bei stattlichen 8000 Dollar jährlich.

Und sollte tatsächlich ein Federvieh für den Ausritt ins Nass verantwortlich gewesen sein, hat der Mann den Bugatti mit seinem beherzten Eingreifen vielleicht vor einem noch deutlich schlimmeren Schicksal bewahrt – denn mitunter kann der gemeine Pelikan ja tatsächlich ein wirklich böses Tierchen sein. Und wer weiß, wozu solch ein mieser Pipmatz sonst noch in der Lage gewesen wäre.

Text: Christian Niesz

 

Zum Video:

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